Zwei Stimmen in einer Brust und wie Sie da weiterkommen

Kennen Sie das?

Die innere Stimme spielt PingPong. Hin und her. „Ja, aber…“ „Nein, doch, ohhhch!“

Gestern ging mir ein ziemliches Licht auf: Es braucht ein Machtwort. Sonst kommt man nicht vom Fleck. Es braucht eine Entscheidung und den ersten Schritt in die entschiedene Richtung.

Stimme 1 sagt: „Ich sollte mich entspannen, die Bilanz von Aktion und Ruhe hängt schief.“

Stimme 2: „Nein, Du Couchpotatoe, Du solltest Deinen A… heben und eine Runde laufen gehen, danach die Wohnung aufräumen, das Klo putzen und die Wäsche waschen.“

Bei 1 sitze ich auf der Couch und denke mir, dass es schöner wäre, mich auszuruhen, wenn es um mich herum schöner wäre. Aufgeräumt. Hübsch gemacht. Doch sollte ich nicht etwas von meinem Anspruch runterkommen, mich locker machen und es mal nicht so genau nehmen, mir keinen Stress wegen der Ordnung machen? Dabei frage ich mich, ob ich vielleicht zwanghafte Seiten an mir damit heilen sollte, einfach in dem mittleren Chaos weiter auf der Couch gemütlich liegen zu bleiben? Schließlich ist es mein freier Tag und den will ich mal auch richtig frei lassen. Wir brauchen doch alle Freiräume…

Bei 2 versetze ich mir einen Tritt in den Hintern und denke darüber nach, ob ich mir dauernd selbst dorthin treten muss, ob es so ein hohes Maß an Disziplin auch an freien Tagen braucht? Ist das nicht alles besser an einem aktiven Tag untergebracht, an dem sowieso alles auf Tun ausgerichtet ist?

Ein schönes Hin und Her. Meine Güte… beide Seiten rüsten sich zur Argumentation. Beide Seiten haben irgendwie recht. Doch wer macht jetzt das Rennen? Wie entscheidet das hohe Gericht. Meine Judikative meldet sich bei diesem Gedanken zu Wort.

Haben Sie schon Terry Prattchet gelesen? Tiffany Weh, die kleine Hexe ist eine seiner Figuren. Und Tiffany setzt sich mit ersten, zweiten und dritten Gedanken auseinander. Genau daran erinnerte ich mich, als sie sich eingeschalten haben als Judikative: Dritte Gedanken.

Die Frage ist ohnehin, woher kommen all diese Gedanken? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Woher kommen unsere Gedanken? Das ist ein sehr interessantes Experiment, einmal dafür eine Antwort finden zu wollen. Weil es so interessant ist, setzen sich auch Wissenschaftler damit auseinander. Biologen, Physiker, Biophysiker, Quantenphysiker…, die die Auswirkungen der Frequenzen unserer Gedanken auf unseren Körper untersuchen. Dieter Broers, Prof. Hans-Peter Dürr, Bruce H. Lipton, Prof. Ervin Laszlo… alles renommierte Wissenschaftler, die das „Feld“ erforschen. Das Feld beinhaltet alles an Schwingungsfrequenzen, was in unserem Kosmos vorhanden ist. Alles ist Schwingung. Hier sind alle Arten von Gedankenfrequenzen sozusagen vorrätig und wir bedienen uns hieraus. Es ist wohl so, als schlenderte man über den Markt und holt sich die Äpfel von da und die Birnen von dort. Da gibt es die richtige Sorte mit der richtigen Reife und Größe für unseren Geschmack. Und wie der Geschmack für Essen geprägt wurde, wie wir ihn uns angeeignet haben, so sind wir auch geprägt was unseren gedanklichen Geschmack angeht. Die ersten sechs Lebensjahre spielen hierbei die entscheidende Rolle.

In diesen ersten Lebensjahren sind wir am empfänglichsten. Wir lernen die Welt kennen und die Welt, die uns umgibt prägt uns. So lernen wir auch, welche Gedanken die „richtigen“ sind. Das schauen wir uns von unseren „Weltbildprägern“ ab. Wir schauen es uns nicht nur ab, wir erleben, was geschieht, wenn wir es anders machen, wir hören und fühlen, was sie glücklich und was traurig macht. So bilden wir unseren gedanklichen Geschmack aus. Da wir noch klein und vor allem als Kleinkind auch abhängig sind, bleiben wir dabei überwiegend in Sicherheit. Das, was in dieser Zeit erlernt wurde, bleibt oft im Unbewussten. Durchschnittlich 95% unseres Bewusstseins ist unbewusst. Heißt: Nur 5% ist uns tatsächlich im Alltag zugänglich.

Die Kindheit prägt unsere Antennen aus. Wir empfangen Gedanken dann hauptsächlich unbewusst. Je nach unserem (kindlichen) Geschmack.

Wissen Sie, je länger ich hierüber nachdenke, desto mehr stelle ich fest, dass ich in mancherlei Hinsicht unter sehr großer Geschmacksverirrung leide. Tatsächlich: Ich leide. Ich reglementiere mich, ich halte mich klein, ich halte mich zurück, ich werde bockig, ich will nicht… Tut mir das gut? Tut es Ihnen gut, wie Sie mit sich selbst reden, wie Sie über sich denken?

Ich sage Ihnen, es ist richtig und wichtig, weiter über dritte und vielleicht sogar vierte Gedanken Überlegungen anzustellen. Die Dinge aus dem Unbewussten ins Bewusstsein holen, die einfach nicht mehr in die Zeit eines Erwachsenen passen und das überwinden!

Gehen wir zum Anfang zurück: Stimme 1 gegen Stimme 2, ein Gezeter, ein Hin und Her… Einschaltung der Judikative = Stimme 3! Sie sagt: „Heb Deinen Hintern, geh laufen, aufräumen, staubsaugen, duschen und dann hau dich auf die Couch und lass den Herrgott einen guten Mann sein!“ Und Stimme 4 sagt: „Wie lange willst Du Dir noch Geschichten davon erzählen, was Du sollst und was nicht und darunter leiden, keine Entscheidung zu treffen, die einem erwachsenen Wesen entspricht?  Willst Du Dich wirklich wohlfühlen oder lieber eine Rolle erfüllen?“

Hierfür das Herz zu öffnen, ist dabei sehr hilfreich. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Das Herz öffnen“

Dritte und vierte Gedanken sind also die Folge einer Entscheidung, wie es auch die Entscheidung ist, auf welche Frequenz wir unsere Antennen einstellen. Funker kennen sich aus mit Antennen, Satellitenschüsseln und allem was dazu gehört. Ich will ein Funker werden, eine Fachfrau dafür, Stimmen aus dem Feld aufzufangen, die mir gut tun, die mich unterstützen, gesund, froh und verantwortungsbewusst zu sein! Sind Sie dabei?

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