Ein Weekender

Von was haben Sie zu viel und von was zu wenig?

Dies ist meine Frage an Sie für dieses Wochenende. Denn sie ist ein großartiger Schlüssel raus aus dem Dilemma.

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In meinem Fall hatte ich absolut zu viel davon, vor dem Laptop zu sitzen. Mein Körper ist auf Bewegung eingestellt. Da werde ich unleidig und mürrisch. Trotzdem bekomme ich es manchmal nicht wirklich mit. Gesellen sich noch andere Dinge dazu, wie Lösungen für spontan aufgetretene, komplexe Fragen finden zu sollen (für die es ein paar mehr Gehirnwindungen braucht) und nebenbei auch noch das Kind in Tränen aufgelöst vor dem Schreibtisch auftaucht und der Ehemann schief guckt, weil ich doch kochen wollte… meine Güte… dann ist das definitiv zu viel!!! Ich bin sicher, Sie kennen das. Zumindest, dass von allen Richtungen nach Ihnen gerufen wird.

Irgendwo ist das auch normal und man kann das auch ganz gut eine Weile kompensieren. Nur nicht auf die Dauer. Etwas kommt dabei zu kurz. Und die Kunst ist wirklich, es mitzubekommen und zu erkennen, sich eben diese Frage zu stellen und die Umstände in kürzeren Abständen zu korrigieren.

Mit der Frage können Sie sich gut auf Kurs halten: Von was habe ich zu viel und von was zu wenig?

Tatsächlich geht es um das rechte Maß in allem. Dieses Maß ist nicht immer das gleiche. Es kommt selbstverständlich auf die momentanen Umstände, das Umfeld usw. an. Die Frage aber bleibt die selbe.

Gehen Sie es dabei ruhig ruhig an. Das rechte Maß ist vielleicht nicht gleich ein radikaler Schnitt durch Ihre Beziehung, weil Sie momentan den Blick Ihres Mannes in die leeren Töpfe nicht mehr sehen können. Affekt ist bei viel zu viel auch mal richtig platziert. Und vermeiden lässt sich richtiger Affekt sowieso nicht bis kaum. Wenn´s passt, dann passt´s halt. Meist aber lohnt es sich, zuerst für einen kühlen Kopf zu sorgen und der Logik ausreichend Raum nach allen Richtungen zu ermöglichen. Gewinnen Sie also erst Distanz, um zum nachhaltigen Schluss zu kommen, bevor Sie einen Kurzschluss verursachen und hinterher das Kind in den Brunnen gefallen ist. Es geht ja darum, dass Sie schneller wieder in Balance finden und nicht, dass Sie hinterher mühsam die Scherben wieder aufsammeln müssen.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes und erkenntnisreiches Wochenende.

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